Zufälle gibts…

2 Apr

 Nicht nur auf dem Blog der NRA findet sich ein Beitrag zu dem Cosmopolitan-Video über „Beziehungsgespräche zum Waffenbesitz“, auch die NRA-ILA hat sich dazu in einem Beitrag geäußert.

Nachdem der Beitrag den Inhalt des Videos zusammenfasst und beschreibt – und natürlich darauf hinweist, wie schlecht die „Waffenbesitzer“ dabei weg kommen (ich vermute mal, dass diese jungen männlichen „Schauspieler“ gar keine Waffenbesitzer sind, so leidenschaftslos und schlecht, wie sie ihre Sache verteidigen – oder die Cosmo hat die schlechtesten des Castings gewählt um ja ihre Aussage richtig rüber zu bringen…), stand da noch der interessante Satz: „(…)Cosmopolitan is owned by Hearst Corporation, which has promoted gun control in publications ranging from Esquire to Good Housekeeping for decades.“

Also: „Die Cosmopolitan gehört zur der Hearst Corporation, die schon seit Jahrzehnten strengere Waffengesetze in ihren Publikationen von der Esquire bis zu Good Housekeeping befürwortet.“

 

Hearst? Does that ring a bell?

 

Richtig. Patty Hearst, die 1974 im Alter von 19 Jahren von der Symbionese Liberation Army (SLA) entführte Enkelin des Medienmoguls William Randolf Hearst.

Laut ihrer Aussage wurde sie 57 Tage lang in einen Schrank gesperrt und misshandelt. Lösegeld wurde gezahlt, aber die von der SLA erpressten Millionen wurden in Lebensmittel investiert und in diversen Armenvierteln verteilt.

„Freigelassen“ wurde Patty Hearst nicht, aber sie gab 2 Monate nach der Entführung per Audionachricht bekannt, dass sie sich der Guerillatruppe angeschlossen habe – dort trug sie den Guerillanamen „Tania“ und beteiligte sich an mehreren Überfällen.

Nach ihrer Verhaftung ließ sie durch ihren Anwalt mitteilen, dass sie zur Teilnahme bei der SLA und den Überfällen gezwungen, unter LSD gesetzt und sexuell missbraucht worden war. Zunächst zu 35 Jahren Haft verurteilt, wurde die Strafe in einem Berufungsprozess auf 7 Jahre herabgesetzt und sie dann bereits 1979 begnadigt. – Tja, wie in jedem Rechtssystem muss man reich sein, um eine geringe Strafe zu erhalten…

 

Patty Hearst heiratete nach ihrer Freilassung ihren ehemaligen Leibwächter Bernard Shaw, sie hat zwei Töchter, lebt in New York und hat sich in der Schauspielerei versucht. Ok, auf Arbeit ist sie bei der Familienzugehörigkeit wahrscheinlich nicht angewiesen.

 

Im Zusammenhang mit Patty Hearst fällt auch immer der Begriff „Stockholm-Syndrom“, das das Phänomen beschreibt, dass Opfer sich mit ihren Peinigern solidarisieren und auf deren Seite wechseln. Vielleicht wurde sie aber auch weder gezwungen, noch trat unter der psychischen Belastung das Stockholm-Syndrom auf, sondern das reiche brave Töchterlein fand von sich aus Gefallen an der Idee, Revoluzzer zu spielen, mit Waffen zu posen und Überfälle zu begehen. Sex, Drugs and Rock’n’Roll. Als der Spaß vorüber war, spielte man das arme Opfer. Und heiratet dann einen Beschützer, einen Mann mit Waffe, sozusagen.

 

Wie schön nämlich, dass die Hearsts genug Geld haben, ihre Familie durch bewaffnete Bodyguards schützen zu lassen. Und genau diesen bewaffneten Schutz des eigenen Lebens, der eigenen Familie wollen sie mittels ihres Medienunternehmens der „normalen“ Bevölkerung „austreiben“, indem in den diversen Publikationen gegen Waffenbesitz gehetzt wird. Und indem sie sich mit den anderen Superreichen New Yorks, beispielsweise Bloomberg, zusammentun, die ebenfalls ihr Geld in Kampagnen gegen Waffenbesitz (z.B. Everytown for gun safety) stecken.

Und die bestimmt allesamt durch bewaffnete Bodyguards geschützt sind.

 

You get the picture.

 

Heuchler….

2 thoughts on “Zufälle gibts…

  1. Natürlich ist es für die Vermögenden wichtig, denn sie sind gefährdeter wie wir „Armen“,
    das ist die Natur der Sache.

    Sie sind als Prominente ein lohnenderes Ziel für allerhand Leute, auch kranken Leuten, dem ist so.

    Andererseits wissen die genau das sie im Falle von Unruhen zuerst an die Reihe kommen könnten. Man wird dort zu holen versuchen wo es was zu holen gibt.

    Gerade in den USA wo sich um Washington herum ein antidemokratischer, korrupter Politfilz etabliert hat, müssen sie fürchten eines Tages zur Rechenschaft gezogen zu werden.
    Bloomberg, Soros und Co. sollten eigentlich eine Wahl von Donald Trumph befürworten, denn der baut genau jenen Frust ab, den sie selber mit erzeugt haben und der sie nun selber gefährden könnte.

  2. Wie gesagt, ich befürworte Reichtum explizit. Doch ist er eben auch nicht Problemlos, denn es ist die Natur des Reichtums, das er Einfluss erzeugt der missbraucht werden kann.
    Ich erinnere hier an diese Rede von Godfrey Bloom, einem UKIP Abgeordneten vor der EU.
    Selten habe ich das so klar formuliert gehört.
    https://www.youtube.com/watch?v=5OjeGD2bbN4 – mit Deutscher Untertitelung.
    Das sind die Dinge die den „Superreichen“ derart Angst einjagen, dass sie die Waffengesetze lieber heute als Morgen verschärfen wollen, beziehungsweise glauben, private Waffen in Kleinbürgerhand ganz verbieten zu müssen……. ausser natürlich in der professionellen Hand ihrer Bodyguards….(((-:
    Ich frage mich bloss, bezahlen die ihre Leibwächter derart gut, das sie sich im Krisenfall wirklich auf die verlassen können ?

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