Über dieses Blog

Über mich habe ich bereits in „über mich“ Auskunft gegeben. Warum aber dieser Blog? Und was soll da rein?

Das Hauptthema des Blogs soll wie im Titel angedeutet „Frauen und Waffen“ sein.

Habt Ihr mal versucht, Waffen + Frauen, Frauen + Schießen zu googeln?

Die Treffer zeigen meist Bilder von halbnackten Frauen mit Waffen, die eindeutig nichts mit ernsthaften Waffenträgerinnen zu tun haben, sondern eher die mehr oder weniger geheimen Fantasien von Männern bedienen. Oder man wird auf Bilder, Artikel und Bücher verwiesen, welche die „Waffen der Frauen“ thematisieren (jedoch nicht die, die ich gemeint habe… wenn natürlich auch extrem gefährlich J). Hier scheint es eine große Lücke zu geben.

In den USA, wo Schusswaffen traditionell auch der Selbstverteidigung dienen und eine ganz andere Rolle spielen, gibt es etwas mehr zu diesem Thema. Ich werde in Blogbeiträgen einige gute Webseiten zu diesem Thema vorstellen.

Blogs über Waffen und Schießen gibt es diesseits wie jenseits des Teiches. Aber auch von Frauen? Einer, der mir einfällt, ist der von Katja Triebel, Mitinhaberin der Triebel Sport- und Jagdwaffen GmbH. Allerdings geht es da um die Waffendebatte in den Medien und das Entgegensetzen von Informationen gegen den Medienmainstream, also nicht das, nach was ich suchte.

Nach was suchte ich denn?

Nach Berichten von Frauen über die Intention und Auseinandersetzung mit einem Thema, das bislang noch als Männerdomäne gilt: Waffen und Schießen.

Werde ich hierüber in Deutschland fündig? Meine Antwort lautet nein. (Ich nehme Hinweise dazu aber sehr gerne entgegen!)

In den USA wird aber fleißig gebloggt von schießenden Waffenliebhaberinnen.  Die Gründe, welche die Damen zur Waffe brachten, sind sehr vielfältig: mal ist es die Selbstverteidigung, mal ein schießender Gefährte, mal das Interesse am Sport, oder die Profession (Schießtrainerin). Es wird aber immer versucht, die weibliche Seite dieses Hobbys oder dieser Lebenseinstellung (Selbstverteidigung mittels Schusswaffe)  herauszustellen.  Ich finde besonders die Lebensgeschichten, die hinter diesen Entscheidungen stehen, interessant.

In Deutschland werden Waffen in den Mainstreammedien generell als „böse“ dargestellt. Ein Grund, weswegen deutsche Schützen sich oft verstecken. Umso mehr noch die Frauen. Aber ich finde, gerade als Frau sollte man darüber sprechen. Sich der Meinung entgegenstellen, dass alle „Waffennarren“ (und das sind laut Medien und einem Teil der Zeitgenossen grundsätzlich alle, die beim Anblick einer Waffe nicht sofort „ihhhh, BÖSE!“ schreien….) mordlüstern (v.a. Jägern wird das unterstellt) und potentiell gewalttätig sind.

Ich möchte in diesem Blog also sowohl über meine persönlichen Erfahrungen mit dem Schießen schreiben, als auch Informationen zu Büchern und Blogs bieten, die mit dem Thema „Frauen + Schießen“ zu tun haben.

Ich werde es mir aber natürlich auch nicht nehmen lassen über Themen zu schreiben, die zwar mit Schießen zu tun haben, aber nicht frauenspezifisch sind. Und auch der ein oder andere Beitrag zu Medien, Zeitgeschehen und Lifestyle könnte darunter sein. Mal sehen, was sich daraus entwickelt….

 

One thought on “Über dieses Blog

  1. Hallo, werte Mitschützin.
    In Ermangelung eines Namens (oder bin ich pertiell erblindet) fällt mir leider keine andere Anrede ein.
    Ich danke für diesen Blog, ich halte ihn sogar für überfällig.
    Ich selbst (männl.) schieße seit 30 Jahren. Meine Frau ist irgendwann einmal aus neugierde mitgegangen, hat spontan Freude daran gefunden. Anfangs KK, nachdem sie das erste mal eine Sharps abgefeuert hat ist sie allerding nicht mehr von diesem Ding zu trennen. Höchstens durch „Mausi“, meinen 98er mit ZF.
    Soviel zum Rahmen.
    Zur Not-Wendigkeit der Thematisierung.
    Als sie einer Freundin erzählte, daß sie das Schießen für sich entdeckt habe, kam spontan: „Neeee, nix für mich! Ich bin gegen Gewalt!“
    Nun: Eine Freundin weniger…
    Andere Szene: Spontanes Klappstuhl-auf-die-Straße-Stellen-und-Sekt-Trinken“ an einem lauen Sommerabend. Angefangen von unseren neuen Nachbarn. Seeehr angenehme Personen. Ich komme gerade von Stand. Sage: Och, ich bring nur noch das Gewehrchen ins Bett… in den Schrank natürlich“.
    Nachbarin zu meiner Frau: „Hast Du da keine Angst wenn er Waffen hat?!“ Meine Frau:“Ich schieße selbst! Großkaliber!“
    Nachbarin: „Nun, solange ihr nicht aufeinander schießt!“.

    Ich finde, der legale und verantwortungsvolle Waffenbesitz muß wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft. Und dazu gehört ganz natürlich, daß es für eine Frau ebenso natürlich ist, schießen zu gehen, wie ein Mann das auch tut.
    Männer, so sagt ein Sprichwort, roden Wälder und bauen ein Haus, Frauen hingegen, ziehen in das Haus und machen Heimat daraus.
    Will sagen: Die Definition dessen, was normal und Kultur ist, geht in unserer Nordwesteuropäischen Tradition of von den Frauen aus.
    Wenn das so ist, das Sprichwort also wahr sein sollte, dann ist klar, daß gelebtes Freiheitsrecht niemals „Männerdomäne“ sein darf.

    Ganz ab davon, halte ich jede Art von „Männerdomäne“ oder „Frauendomäne“, die nicht von der Natur selbst festgesetzt ist, für eine unlautere Machtausübung.

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