Mitleid und Unverständnis aus Amerika

27 Jan

Robert Farago von der Webseite „the Truth about Guns“ schreibt normalerweise über waffenrelevante Themen aus den USA. Gestern hat er sich aber bereits das zweite Mal in diesem Monat bemüßigt gefühlt, über die Vorfälle in Köln zu schreiben. Der erste Beitrag erfolgte bereits am 8.1. und war „Das passiert mit einer entwaffneten Bevölkerung: Polizei machtlos gegen koordinierte Sexattacken“ tituliert. Darin berichtete er über die Vorfälle und schließt mit dem Satz: „Was wirklich unangemessen ist: Dass gesetzestreue Deutsche entwaffnet werden zugunsten von Kriminellen, Terroristen und Verrückten. Und das kommt von einem Juden, dessen Großeltern von den Nazis umgebracht wurden und dessen Vater gerade so die Zwangsarbeit in einem KZ überlebte.“

Der Beitrag vom 26. 1. war mit „Einige Gedanken zu Deutschlands Massen-Sex-Attacken“ überschrieben. Darin sinniert er darüber, dass Köln für fast ein Jahrtausend für seinen Dom berühmt war, im 20. Jh. für sein weltoffenes, freundliches Gesicht und den wilden Karneval. Nun aber leider dafür, dass dort hunderte Frauen von „fremden“ Männern sexuell angegriffen wurden und die Polizei zahlenmäßig so unterlegen war, dass sie nicht helfen konnte. Den Amerikanern scheint es einerseits komisch, dass wir das Problem „muslimische Flüchtlinge“ nicht direkt ansprechen können. Einerseits. Denn andererseits wissen sie ja von der Geschichte und dass Deutschland durchaus mal dazu in der Lage war, Millionen von „Anderen“ zu deportieren.  Deutsche sind also sehr zögerlich zu rufen „Alle jetzt sofort raus hier!“, weder will man alle mit den Tätern in einen Topf werfen, noch dürfen diese ungeschoren davon kommen.

„Was ist aber mit Selbstverteidigung?“, fragt Robert Farago. Wo ist die? Nirgends. Wo sollte sie sein? An prominenter Stelle.

Ganz Unrecht hat er nicht, aber auch nicht ganz Recht. An herausragender Stelle befindet sich die Diskussion um Selbstverteidigung nicht. Politiker und Journalisten diskutieren lieber darüber, wer Schuld war, wie man die Täter politisch korrekt betiteln sollte, dass man nicht alle über einen Kamm scheren solle, was Frauen tun können (sich nicht aufreizend kleiden, eine Armlänge Abstand halten…) und ob Deutsche Männer nicht genauso furchtbar und übergriffig seinen.

Aber dass die Diskussion um Selbstverteidigung nirgends zu finden war, stimmt nicht ganz. Ich habe darüber geschrieben und bei der German Rifle Association war es auch ein großes Thema. Und ich liege wohl nicht ganz falsch damit zu behaupten, dass die Vorfälle der GRA einen großen Bekanntheitsschub verschafft haben. Viele, gerade auch Frauen, haben Angst vor Übergriffen und so gehen die Verkäufe von Schreckschusspistolen und Pfeffersprays durch die Decke. Immer mehr Menschen hätten auch gerne „richtige“ Waffen zur Selbstverteidigung. Aber das öffentlich zu sagen ist genauso wenig politisch korrekt wie die Forderung, dass man mal etwas genauer darauf achten müsse, wer denn ins Land gelassen wird.

Aus persönlicher Erfahrung während meines letzten USA-Aufenthaltes kann ich sagen, dass wir Deutschen von vielen bedauert werden. Leuten äußern schlicht Unverständnis und Ratlosigkeit darüber, warum Merkel und unsere Regierung so viele Flüchtlinge, und dazu viele unkontrolliert, ins Land lässt. Sie bedauern uns dafür, dass unsere Regierung uns die Möglichkeit auf Selbstverteidigung verwehrt.

Das bringt mir aber nichts. Ich will kein Bedauern, ich will mich angemessen verteidigen können.

4 thoughts on “Mitleid und Unverständnis aus Amerika

  1. Die verwendeten Suchbegriffe auf meinem Blog sprechen Bände. Am häufigsten wollen die Leute wissen, wie und wo man an eine illegale Waffe ran kommt. Nicht, daß es auf meinem Blog Infos dazu gäbe.

    Wenn die Leute sich nicht legal bewaffnen dürfen, dann werden sie das illegal tun. Mir behagt das gar nicht. Denn die Menschen kennen die Gesetze für Notwehr nicht und können mit ihren illegalen Waffen auch nicht umgehen, weil sie keine legalen Trainingsmöglichkeiten haben. D.h. in einem vermuteten Notwehrfall würden sie sich oder Andere gefährden.

    Ich sehe aber Waffensachkunde, Gesetzeskunde und regelmäßiges Training als unverzichtbaren Faktor an, wenn man eine Waffe für den Selbstschutz führen möchte.

  2. Arms are not for the elite or highly trained, rather they are for the purpose of self defense. Self defense is a natural right, this cannot be granted or taken by any government. We in America wish you health and safety, please be safe and prepared.

    • Richtig…….

      Wenn einem der Staat das schützen seines eigenen Lebens verwehrt, so hat der Bürger jedes Recht sich zu Bewaffnen, Legal oder anders.

      Eine Waffe ist eine Chance mehr, ob der Besitzer nun damit umgehen kann oder eben weniger, der Staat hat nichts zu sagen wenn es um eine Notwehrsituation geht.

      Hört auf euch wie Schafe zu benehmen, werdet Bürger.

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