Bananenrepublik

5 Nov

Man will es kaum glauben: Brasilien scheint nun auch eine Liberalisierung seines Waffenrechts ins Auge zu fassen. Im August berichtete die Panampost bereits darüber, dass Panama das Einfuhrverbot für Waffen im Zuge der steigenden Kriminalität lockern möchte. Panama möchte in die Fußstapfen der USA und der Schweiz treten und das Importverbot für Schusswaffen lockern, damit die Menschen sich gegen die steigende Zahl an Verbrechen wehren können. Der Minister der öffentlichen Sicherheit, Aguilera, sagte: „Alles deutet darauf hin, dass es keinen direkten Zusammenhang (wie) in jenem Slogan gibt, der besagt, dass ‚mehr Waffen mehr Verbrechen‘ bedeuten“, und erklärte, dass die gelockerten Waffengesetze den USA ermöglicht haben, die Anzahl an Morden in den letzten 20 Jahren zu senken.  (Der vollständige Artikel wurde von Katja Triebel übersetzt.)

Nun also auch Brasilien. Jener Artikel konstatiert: „ Brasilien, das eine der höchsten Mordraten des Planeten hat, könnte bald die meisten Beschränkungen für Waffenbesitz beenden und so etwas riskieren, was ein Kritiker als Wild-West-Szenario bezeichnet. Ein Gesetzentwurf, der die momentanen Beschränkungen (für Waffenbesitz) beseitigt, wurde bereits in einem Komitee für gut befunden und wird im November dem Unterhaus des Kongresses vorgelegt werden. Gemäß dieses Gesetzes würde jeder über 21, auch Menschen, die eines Verbrechens beschuldigt wurden oder eine weniger schwere Straftat begangen haben, die Erlaubnis haben, bis zu 9 Waffen jährlich und bis zu 50 Schuss monatlich zu erwerben. Staatsangestellten und in der Öffentlichkeit stehenden Personen, vom Regierungsinspektor hin zu Politikern, würde es gestattet sein, Waffen zu führen, genauso wie normalen Bürgern, die sich viel in der Öffentlichkeit bewegen, wie beispielsweise Taxifahrer. Momentan können Waffen nur von Leuten legal erworben werden, die eine Linzenz erworben haben, über die von Fall zu Fall entschieden wird. Unterstützer sagen, dass die Liberalisierung des Waffenerwerbs den Menschen die Möglichkeit gibt, sich in einem Land zu verteidigen, das von gewalttätigen Raubüberfällen und Konfrontationen zwischen Drogenbanden und der Polizei gebeutelt wird – mit mehr als 40 000 Toten durch Schusswaffen pro Jahr.  Unser Antrag soll dem unbescholtenen Bürger das Recht auf Selbstverteidigung garantieren“, sagt der Verfasser der Gesetzes Laudivio Carvalho von der mächtigen Zentrumspartei PMDB. Gegner fürchten dagegen, dass die Orgie der Waffengewalt einfach nur noch weiter außer Kontrolle gerät. „Es ist eine Rückkehr in den Wilden Westen“, sagt Ivan Valente, ein Abgeordneter der linken Partei PSOL.“

Soweit der Artikel. Anzumerken wäre, dass mit den 9 Waffen pro Jahr die Brasilianer mehr als das doppelte an Kontingent, das einem deutschen Sportschützen mit der 2/6-Regel zugestanden wird, erwerben können. 50 Schuß pro Monat scheint dagegen eher dürftig, wenn man nicht nur den tatsächlichen Verteidigungsfall, sondern auch das Training mit der Waffe einplant.

Man wird sehen, falls dieser Gesetzentwurf realisiert wird, ob die Verbrechensrate dann genauso sinken wird, wie es in den USA geschehen ist. Vorauszusehen war jedenfalls auch, dass die Linken Wild-West-Zustände heraufdämmern sehen. Aber herrschen die nicht momentan? Man wundert sich über die Penetranz, mit der Linke an Lösungen festhalten, die offensichtlich nicht funktionieren. Und die Ignoranz, mit der er den Menschen das Recht sich zu Verteidigen abspricht. Vielleicht sollten lieber Statistiken darüber entscheiden, ob der eingeschlagene Weg der Richtige ist und diese Statistiken schlüsseln dann hoffentlich auch auf, wie viele angegriffene potentielle Opfer in die Verletzten-/Totenstatistik fallen und wie viele Kriminelle bei ihren Taten gestoppt werden konnten. Für mich ist nicht nur die absolute Zahl entscheidend, sondern auch wen es trifft. Trifft es oft genug die eigentlichen Täter, werden die Zahlen in Folge sinken, da das Risiko der „Berufsausübung“ der Täter zu hoch geworden ist.

Österreich will dagegen offensichtlich nicht auf Statistiken warten. Die Österreichern bewaffnen sich. Angst im Zuge der Flüchtlingsströme lässt sie ihr im Vergleich zu Deutschland liberaleres Waffenrecht nutzen. Der Markt an Schrotflinten ist leergefegt, die Frequenz der Kurse, die zum Erwerb von Handfeuerwaffen obligatorisch sind, ist stark angestiegen. Letztlich sind die hohen Flüchtlingszahlen in Österreich wohl eher der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, denn die deutlich gestiegene Zahl der Wohnungseinbrüche (nicht nur in Österreich ist das so, auch in Deutschland!) hätte dafür schon reichen sollen.

Und in Deutschland?

Da gibt es auch Befürchtungen, aber auf eine Lockerung der Waffengesetze wird man hier vergeblich warten. Eher werden die bestehenden Gesetze weiter verschärft, die Regierung hat schließlich auch Angst – vor den eigenen Bürgern.

Jene beiden südamerikanischen Staaten, Panama und Brasilien, haben erkannt, dass nicht der Staat mit seiner Polizei die Bürger vor Verbrechen schützen kann – das können nur sie selbst. Dann muss man den Menschen aber auch die Möglichkeit geben, sich schützen zu können. In Deutschland herrscht die Doktrin, dass der Staat den Schutz der Bürger gewährleisten soll und kann. Anders lässt es sich nicht erklären, dass die Regierung, wenn 2 kleine Jungen entführt, missbraucht und getötet werden, nicht sagt, dass es zwar furchtbar sei, aber eben auch in keiner Gesellschaft zu 100% zu verhindern sei. Nein, es wird die Forderung nach mehr Überwachungskameras laut, die zwar solche Verbrechen nicht verhindern, sondern nur zu ihrer Aufklärung beitragen, aber schön den Überwachungsstaat weiter vorantreiben.

Man fragt sich, welches Land langsam die “Bananenrepublik” ist: Ein Land, das faktenbasiert und rational handelt, oder ein Land, wo offenbar nur noch Emotionen die Politik bestimmen.

4 thoughts on “Bananenrepublik

  1. In Deutschland ist es inzwischen teilweise auch schwierig an Pfefferspray, CS-Gas, Elektroschocker oder Schreckschuß/Gas-Waffen zu bekommen. Lokal sind manche Läden längst ausverkauft oder haben Lieferengpässe. Ist unseren Medien natürlich keine Meldung wert.

    Ich hatte zum Schnupperschießen in letzter Zeit häufiger Leute (darunter erstaunlich viele Frauen), die in einem Beisatz den Begriff „Unsicherheit“ fallen ließen. Unsere Politiker werden das wohl falsch verstehen und eher das Waffenrecht verschärfen, statt ihre gefährliche Politik und ihre katastrophale Informationspolitik zu ändern.

  2. Die EU DG Home plant, halbautomatische Waffen zu verbieten und Dekowaffen und Schreckschusswaffen und Luftgewehre zu registrieren; auch wünscht man sich „ballistic images“. Diese Leute leben in einem Phantasieraum, wo Verbrecher sich an Gesetze halten.

    Rechtstreue, nicht gewalttätige Bürger sollen in ihren Rechten beschränkt werden, damit Verbrecher keine Gewalt ausüben.

    Man schaue nur nach Venezuela, dem sozialistischem Land mit Totalwaffenverbot, wie gut solche Träume in der Realität funktionieren: gar nicht…..

  3. Also unsere Politiker sind doch nur am Träumen noch mehr Einschränkungen für die Ehrlichen Bürger würde viele Kriminelle auf dem Plan rufen. Den wo sich Menschen nicht verteidigen dürfen ist es einfach sie zu Überfallen da man ja nicht mit gegenwehr rechnen muss. Ich jedenfalls würde mein Luftgewehr nicht Registrieren, da ich befürchte wen die Gesetze verschärft werden werden dann auch Luftgewehre verboten und von den Bürgern eingezogen. Übrigens Will ich jetzt den Kleinen Waffenschein machen und mir eine Schreckschuss Pistole kaufen da ich mit meinem Hund auch im Dunkeln raus muss und schon 2 x Überfallen wurde und die Räuber nicht gefunden wurden weil die Polizei fast 30 Minuten gebraucht hat bis sie da war.

  4. Ich prognostiziere jetzt schon, dass im wahrscheinlichen Falle des Rückganges der Kriminalität in Brasilien, dennoch dämliche Ausreden und Angstszenarien in den Qualitätsmedien Verbotenlands kursieren werden.
    Diese werden sich dann abermals erstaunt darüber auslassen, wie es denn sein kann dass wehrhafte Bürger einen Angriff besser überstehen können als entmündigte Deppen, die sich nur kommentarlos schlachten lassen dürfen, damit die Gutmenschen wieder zu ihrem Betroffenheitsporno masturbieren können.
    Das Fazit wird dann sein, dass man in Verbotenland aber doch lieber so viel wie nur iegend möglich verbieten muss.
    Ja, man werde zwar hin und wieder von einer Bande tollwütiger Wochenendgangster zu Klump getreten, aber das sei halt so und von welch hohem Rosse würde man denn urteilen, angesichts der deutschen Vergangenheit, denn weil Opa mal böse war, ist auch in 1000 Jahren noch jeder tote Kartoffelfresser ein potentielles Glückshormon in den Adern autoaggressiver Privilegierter der ehemaligen Mauerschützenpartei.

    Ist es nicht herrlich, dass jeder Zweimannbetrieb einem schwindsüchtigen Säufer eine Mindestqualifikation abverlangt, wenn dieser dort den Müll raustragen soll, im Bundestag jedoch irgendwie alles ein Platzerl findet, solange man nur nicht auf den ersten Blick bemerkt, dass der Doktortitel nur geklaut ist und man in der Schule die meiste Zeit nur bekifft von Woodstock träumte?

    Was soll da schon schiefgehen?

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